Jeder Vierte liest E-Books – Und Ihr?

Rund 63 Prozent der deutschen Bundesbürger ab 14 Jahren nutzen laut einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom ein Smartphone (63 Prozent).
E-Books oder E-Paper lesen 23 Prozent der Nutzer auf ihren Geräten. Quelle: Börsenblatt.net

Habt Ihr schon einmal ein Buch auf einem Smartphone, Tablet oder eReader gelesen?
Wenn ja, wie war Eure Erfahrung?

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Leseprobe – Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Copyright © 2013 by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg

Prolog

2007

Als er aus dem Bad kommt, ist sie wach, hat sich gegen das Kopfkissen gelehnt und blättert durch die Reiseprospekte, die neben seinem Bett gelegen haben. Sie trägt eines seiner T-Shirts, und ihr langes Haar ist auf eine Art zerzaust, die ihn unwillkürlich an die vergangene Nacht denken lässt. Er steht im Schlafzimmer und genießt die Erinnerung, während er sich mit einem Handtuch die Haare trocken rubbelt.
Sie schaut von einem Prospekt auf und zieht einen Schmollmund. Sie ist ein bisschen zu alt, um einen Schmollmund zu ziehen, aber sie sind erst so kurz zusammen, dass er es noch süß findet.
«Müssen wir unbedingt einen Berg besteigen oder über einer Schlucht baumeln? Das ist unser erster richtiger Urlaub zusammen, und hier drin gibt es keine einzige Reise, bei der man sich nicht entweder irgendwo runterstürzen oder», sie tut so, als würde sie erschauern, «Fleecejacken tragen muss.»
Sie wirft die Prospekte aufs Bett und streckt ihre karamellfarbenen Arme über dem Kopf. Ihre Stimme ist belegt, weil sie so wenig geschlafen hat. «Wie wär’s mit einem Luxus-Spa in Bali? Da könnten wir am Strand faulenzen … uns stundenlang verwöhnen lassen … lange, entspannende Nächte …»
«So ein Urlaub ist nichts für mich. Ich muss was tun.»
«Zum Beispiel aus Flugzeugen springen.»
«Probier’s doch erst mal aus, bevor du es ablehnst.»
Sie zieht ein Gesicht. «Wenn es dir nichts ausmacht, bleibe ich lieber gleich bei der Ablehnung.»
Sein Hemd liegt nach dem Duschen mit einem Hauch Feuchtigkeit an seiner Haut. Er fährt sich mit einem Kamm durchs Haar, stellt sein Handy an und zuckt angesichts der langen Liste neu eingegangener Nachrichten, die sich durch das kleine Display schiebt, leicht zusammen.
«Okay», sagt er. «Ich muss los. Du nimmst dir was zum Frühstück, ja?» Er beugt sich über das Bett und küsst sie. Ihr warmer Körper riecht ganz leicht nach Parfüm und sehr sexy. Er atmet den Duft durch ihr Haar ein und lässt sich ablenken, als sie ihm die Arme um den Nacken legt und ihn zu sich herunterzieht.
«Fahren wir dieses Wochenende wirklich zusammen weg?»
Widerstrebend macht er sich von ihr los. «Kommt darauf an, wie der Deal läuft. Zurzeit hängt alles ein bisschen in der Luft. Es kann immer noch sein, dass ich nach New York muss. Aber auf jeden Fall können wir am Donnerstagabend irgendwo schick essen gehen. Du darfst das Restaurant aussuchen.» Er greift hinter der Tür nach seiner Motorradkombi aus Leder.
Sie verengt die Augen. «Abendessen. Mit oder ohne Mr. Blackberry?»
«Was?»
«Wenn Mr. Blackberry mitkommt, fühle ich mich wie das fünfte Rad am Wagen.» Sie zieht wieder ihren Schmollmund. «Als müsste ich mit jemand anderem um deine Aufmerksamkeit konkurrieren.»
«Ich stelle ihn auf lautlos.»
«Will Traynor!», schimpft sie. «Es muss doch möglich sein, dass du das Ding einmal ausstellst.»
«Das habe ich doch gerade erst heute Nacht gemacht, oder etwa nicht?»
«Aber erst nach heftiger Nötigung.»
Er grinst. «So nennt man das also heutzutage?» Er steigt in seine Lederhose. Der Bann ist gebrochen. Er nimmt die Motorradjacke und wirft ihr im Hinausgehen noch eine Kusshand zu. Auf seinem Blackberry sind zweiundzwanzig neue Nachrichten, von denen die erste nachts um 3 : 42 Uhr aus New York gekommen ist. Ein juristisches Problem. Er fährt mit dem Lift zum Parkhaus im Untergeschoss und versucht, sich einen Überblick über die Nachrichten zu verschaffen.
«Morgen, Mr. Traynor.»
Der Wachmann tritt aus seinem Häuschen. Es ist wetterfest, obwohl es hier unten kein Wetter gibt, vor dem man sich schützen müsste. Will fragt sich manchmal, was der Wachmann nach Mitternacht noch zu tun hat, außer auf den Bildschirm der Videoüberwachung und die glänzenden Stoßstangen von 60 000-Pfund-Autos zu starren, die niemals schmutzig werden.
Er streift die Lederjacke über. «Wie ist es draußen, Mick?»
«Schrecklich. Es gießt in Strömen.»
Will hält inne. «Wirklich? Also kein Wetter zum Motorradfahren? »
Mick schüttelt den Kopf. «Nein, Sir. Es sei denn, Sie haben ein Schlauchboot im Gepäck. Oder Selbstmordgedanken.»
Will betrachtet sein Motorrad, dann legt er die Ledermontur ab. Auch wenn Lissa es anders sieht, er ist kein Mann, der unnötige Risiken eingeht. Er schließt den Motorradkoffer auf dem Gepäckträger auf, legt die Ledermontur hinein, schließt wieder ab und wirft die Schlüssel Mick zu, der sie geschickt mit einer Hand auffängt. «Können Sie mir die in den Briefkasten werfen?»
«Kein Problem. Soll ich Ihnen ein Taxi anhalten?»
«Nein danke. Bringt ja nichts, wenn wir uns beide nass regnen lassen.»
Mick drückt den Knopf, um das Torgitter hochfahren zu lassen, und Will hebt zum Dank die Hand, während er hinausgeht. Der frühe Morgen schließt sich dunkel und lärmend um ihn. Obwohl es erst kurz nach halb sieben ist, herrscht im Londoner Zentrum schon dichter, zähflüssiger Verkehr. Will schlägt den Kragen hoch und geht mit langen Schritten die Straße entlang Richtung Kreuzung, wo er hofft, ein Taxi anhalten zu können. Die Straße ist schlüpfrig vom Regen, graues Licht spiegelt sich auf dem nass glänzenden Bürgersteig.
Er flucht tonlos, als er die anderen Anzugträger entdeckt, die an der Bordsteinkante stehen. Seit wann stehen eigentlich alle Londoner so früh auf? Alle hatten den gleichen Gedanken gehabt.
Er fragt sich gerade, wo er sich am besten hinstellen soll, als sein Telefon klingelt. Es ist Rupert.
«Ich bin auf dem Weg. Versuche gerade, eine Taxe zu bekommen. » Er sieht auf der anderen Straßenseite ein Taxi entlangfahren, dessen beleuchtetes Schild zeigt, dass es frei ist, und beginnt, dem Wagen mit langen Schritten entgegenzugehen. Er hofft, dass kein anderer dieses Taxi entdeckt hat. Ein Bus donnert vorbei, gefolgt von einem Laster mit quietschenden Bremsen, sodass er Rupert nicht mehr hören kann. «Ich hab dich nicht verstanden, Rupe», brüllt er über den Verkehrslärm. «Sag das noch mal.» Er steht jetzt auf einer Fußgängerinsel zwischen den Fahrbahnen, wird vom Verkehr umflossen wie von einem reißenden Strom und hebt die freie Hand zu dem leuchtenden Taxischild, wobei er hofft, dass ihn der Fahrer bei diesem heftigen Regen überhaupt sehen kann.
«Du musst Jeff in New York anrufen. Er ist noch auf, weil er auf deinen Rückruf wartet. Wir haben heute Nacht schon versucht, dich zu erreichen.»
«Was ist los?»
«Juristisches Hickhack. Bei zwei Vertragsklauseln mauern sie. Es geht um Absatz … Unterschrift … Papiere …» Seine Stimme geht im Geräusch eines vorbeifahrenden Autos unter, dessen Reifen zischend durchs Regenwasser pflügen.
«Das habe ich eben nicht mitbekommen.»
Der Taxifahrer hat ihn gesehen. Er fährt langsamer und verursacht eine kleine Fontäne aus Spritzwasser, als er am Straßenrand auf der anderen Seite anhält. Will sieht einen Mann etwas weiter weg, der seinen kurzen Spurt abbricht, als er erkennt, dass Will vor ihm bei dem Taxi sein wird. Will spürt ein flüchtiges Triumphgefühl. «Hör zu, sag Cally, sie soll mir die Unterlagen auf den Schreibtisch legen», schreit er ins Telefon. «Ich bin in zehn Minuten da.»
Er schaut nach rechts und links, dann zieht er den Kopf ein, um die letzten Schritte über die Straße zu dem Taxi zu rennen, die Adresse seines Büros liegt ihm schon auf der Zunge. Der Regen läuft ihm in den Kragen. Bald wird er bis auf die Haut nass sein, obwohl er nur ein kurzes Stück im Freien gelaufen ist. Vielleicht muss er seine Sekretärin losschicken, um ihm ein anderes Hemd zu besorgen.
«Und wir müssen mit dieser Unternehmensbewertung fertig werden, bevor Martin reinkommt …»
Ein kreischendes Geräusch lässt ihn aufsehen, es ist der schrille Ton einer Hupe. Er sieht die glänzend schwarze Seite des Taxis vor sich, der Fahrer lässt schon die Scheibe herunter, und am Rand seines Sichtfeldes bewegt sich etwas, das er nicht genau erkennt. Etwas, das mit unglaublicher Geschwindigkeit auf ihn zurast.
Er dreht sich danach um, und in diesem Sekundenbruchteil wird ihm klar, dass es ihn treffen wird, dass er keine Chance hat, dem Ding aus dem Weg zu gehen. Vor Schreck lässt er das Handy fallen. Er hört einen Schrei, der vielleicht sein eigener ist. Das Letzte, was er sieht, ist ein Lederhandschuh, Augen unter einem Helm, den Schock im Blick eines Mannes, der seinen eigenen spiegelt. Dann explodiert alles. Und dann ist da nichts mehr.Kapitel 1

2009

Es sind 158 Schritte von der Bushaltestelle bis nach Hause, aber es können auch 180 werden, wenn man langsam geht, weil man zum Beispiel Plateauabsätze trägt. Oder Schuhe aus dem Secondhandladen mit Plastikschmetterlingen an der Spitze, aber ohne Halt für die Ferse, weswegen sie vermutlich auch nur 1,99 Pfund gekostet haben. An der Ecke bog ich in unsere Straße ein (68 Schritte) und konnte schon unser Haus sehen – eine Doppelhaushälfte mit vier Zimmern in einer Reihe mit anderen Drei- oder Vier-Zimmer-Doppelhaushälften. Dads Auto war da, was bedeutete, dass er noch nicht zur Arbeit gefahren war.
Hinter mir ging über Stortfold Castle die Sonne unter, der dunkle Schatten der Burg glitt wie flüssiges Wachs über den Hügel, als wollte er mich überholen. In meiner Kindheit ließen wir auf der Straße unsere langgezogenen Schatten die Schießerei am O. K. Corral nachspielen. An jedem anderen Tag hätte ich jetzt vermutlich erzählt, was ich in dieser Straße alles erlebt habe. Wo mir mein Vater das Radfahren ohne Stützräder beigebracht hat; wo Mrs. Doherty mit der schiefen Perücke Rosinenbrötchen für uns gebacken hat; wo Treena ihre Hand in eine Hecke gesteckt hat, als sie elf war, und in ein Wespennest griff, sodass wir kreischend bis zur Burg hinaufrannten.
Thomas‘ Dreirad lag auf dem Weg durch den Vorgarten, und nachdem ich die Gartenpforte hinter mir zugemacht hatte, stellte ich es unter die Veranda und ging ins Haus. Die Wärme traf mich wie ein Schlag; Mum ist wahnsinnig kälteempfindlich und lässt die Heizung das ganze Jahr laufen. Dad reißt immer die Fenster auf und jammert, sie würde uns noch alle ruinieren. Er behauptet, unsere Heizungsrechnung wäre genauso hoch wie die Verschuldung eines afrikanischen Kleinstaates.
«Bist du’s, Liebes?»
«Ja, ich bin’s.» Ich hängte meine Jacke an die Garderobe, wo sie zwischen all den anderen kaum noch Platz hatte.
«Welches Ich? Lou oder Treena?»
«Lou.»
Ich ging ins Wohnzimmer. Dad lag bäuchlings auf dem Sofa, den Arm tief zwischen die Polsterung gesteckt, als wäre das Sofa lebendig und hätte seinen Arm verschluckt. Thomas, mein fünfjähriger Neffe, hockte vor ihm und beobachtete ihn genau. «Dieses Lego.» Dad sah mich an, das Gesicht rot vor Anstrengung. «Warum sie die verdammten Teile so klein machen müssen, werde ich nie verstehen. Hast du den linken Arm von Obi-Wan Kenobi gesehen?»
«Der hat auf dem DVD-Player gelegen. Ich glaube, Thomas hat Obis Arme mit denen von Indiana Jones vertauscht.»
«Tja, anscheinend kann Obi unmöglich braune Arme haben. Wir müssen die schwarzen Arme finden.»
«Das ist doch kein Problem. In Episode II hackt ihm Darth Vader doch sowieso den Arm ab, oder?» Ich tippte mit dem Finger auf meine Wange, damit Thomas mir ein Küsschen gab. «Wo ist Mum?»
«Oben. Sieh mal an! Eine Zweipfundmünze!»
Ich sah auf und hörte von oben ganz schwach das vertraute Quietschen des Bügelbretts. Josie Clark, meine Mutter, setzte sich niemals in Ruhe hin. Das war für sie Ehrensache. Es war sogar vorgekommen, dass sie draußen auf der Leiter stand, den Fensterrahmen lackierte und uns gelegentlich zuwinkte, während wir anderen beim Essen saßen.
«Könntest du mal nach diesem blöden Arm suchen? Ich bin schon eine halbe Stunde dabei und muss langsam zur Arbeit.»
«Hast du Spätschicht?»
«Ja. Und es ist schon halb fünf.»
Ich warf einen Blick auf die Uhr. «Eigentlich ist es halb vier.»
Er zog seinen Arm zwischen den Kissen heraus und sah auf seine Uhr. «Wieso bist du dann schon zu Hause?»
Ich schüttelte nur unbestimmt den Kopf, als hätte ich die Frage nicht richtig gehört, und ging in die Küche.
Großvater saß über ein Sudoku gebeugt auf seinem Stuhl am Fenster. Die Krankenschwester hatte uns erklärt, mit Sudokus könnte er nach dem Schlaganfall seine Konzentrationsfähigkeit trainieren. Wahrscheinlich war ich die Einzige, die mitbekam, dass er die Kästchen einfach mit irgendwelchen Zahlen ausfüllte, die ihm gerade in den Sinn kamen.
«Hallo, Großvater.»
Er sah auf und lächelte. «Möchtest du einen Tee?»
Er schüttelte den Kopf und öffnete leicht den Mund.
«Lieber etwas Kaltes?»
Er nickte. Ich machte den Kühlschrank auf. «Wir haben keinen Apfelsaft. » Apfelsaft war, wie mir jetzt wieder einfiel, inzwischen zu teuer für uns. «Da ist noch Limonade. Willst du die?»
Er schüttelte den Kopf.
«Wasser?» Er nickte, und als ich ihm das Glas gab, murmelte er etwas, das ein Danke gewesen sein konnte.
Dann kam meine Mutter mit einem Korb voll säuberlich gefalteter Wäsche in die Küche. «Sind das deine?» Sie hielt ein Paar Socken hoch.
«Die gehören Treena, glaube ich.»
«Dachte ich mir schon. Merkwürdige Farbe. Sind wohl mit Dads blauem Pyjama in die Maschine geraten. Du bist früh zurück. Willst du irgendwohin?»
«Nein.» Ich trank ein Glas Leitungswasser.
«Kommt Patrick später vorbei? Er hat vorhin angerufen. Hattest du dein Handy ausgestellt?»
«Mmm.»
«Er hat gesagt, er will euren Griechenland-Urlaub buchen. Dein Vater hat eine Sendung darüber im Fernsehen gesehen. Wo wolltet ihr noch mal hin? Ipsos? Kalypso?»
«Skiathos.»
«Ja, das war’s. Du musst genau aufpassen, welches Hotel ihr nehmt. Überprüf es lieber vorher im Internet. Dein Vater und Daddy haben im Mittagsmagazin so einen Beitrag gesehen. Anscheinend sind die Hotels bei der Hälfte der Billigangebote noch die reinsten Baustellen, und das merkt man dann erst, wenn man dort ist. Daddy, möchtest du einen Tee? Hat Lou dir keinen angeboten?» Sie setzte den Wasserkessel auf und sah mich an. Möglicherweise war ihr aufgefallen, dass ich die ganze Zeit nichts sagte. «Alles in Ordnung, Liebes? Du bist schrecklich blass.»
Sie streckte die Hand aus, um meine Stirn zu befühlen, als wäre ich viel jünger als sechsundzwanzig.
«Ich glaube nicht, dass wir in den Urlaub fahren.»
Die Hand meiner Mutter erstarrte. Sie sah mich mit ihrem Röntgenblick an, den ich seit meiner Kindheit kannte. «Gibt es Probleme zwischen Patrick und dir?»
«Mum, ich …»
«Ich will mich nicht einmischen. Aber ihr seid schon so lange zusammen. Da ist es ganz normal, wenn es mal nicht so gut läuft. Ich meine, ich und dein Vater, wir …»
«Ich habe meinen Job verloren.»
Meine Stimme hallte in der Stille nach. Die Worte schienen, noch lange nachdem ich sie ausgesprochen hatte, in der Luft zu hängen.
«Du hast was?»
«Frank macht das Café dicht. Morgen.» Ich streckte ihr den leicht feuchten Umschlag entgegen, den ich im Schock auf dem gesamten Heimweg in der Hand gehalten hatte. All die 180 Schritte von der Bushaltestelle bis nach Hause. «Er hat mir Geld für drei Monate gegeben.»

Copyright © 2013 by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg

Buch des Tages – Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Eine Liebesgeschichte die mich zu Tränen gerührt hat. Keine übliche Schnulze, sondern eine tiefgründige Liebe zwischen einem Tetraplegiker und einer Frau. Ich hatte das Wort Tetraplegiker vorher noch nicht gehört. Dabei handelt es sich um Menschen bei denen eine Querschnittslähmung alle 4 Gliedmaßen mit beeinträchtigt.

Die männliche Hauptfigur Will verliert durch einen Unfall seine Bewegungsfähigkeit und sitzt für immer an Armen und Beinen gelähmt im Rollstuhl. Lou wird als seine Gouvernante eingestellt. Nach kurzer Zeit erfährt sie durch Zufall, dass Will nur noch vor hat 6 Monate zu leben und er dann in die Schweiz gehen will, um zu sterben.

Das heikle Thema Sterbehilfe im realen Kontext.

Anfangs erinnert die Geschichte an den Film „Ziemlich beste Freunde“, doch im Verlauf der Geschichte entwickelt sich aus der Freundschaft eine tragische Liebe. Lest selbst, wie die Geschichte ausgeht.

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Klappentext: Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer kleinen Heimatstadt ihren leicht exzentrischen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne als Kellnerin arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.

Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird, wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Hier geht es zum Buch.

Gewinnspielfreitag – Die Wolke von Gudrun Pausewang

Mein Facebook-Fans kennen die Aktion schon, diesmal auch auf meinem Blog.

Heute verlose ich eine Ausgabe des Buches „Die Wolke“ von Gudrun Pausewang. Ich habe das Buch bereits vorgestellt. Es handelst sich um eine Hardcover Ausgabe der Süddeutschen Zeitung. Mein Original aus der Schule gebe ich nicht her.

Teilnehmen kann jeder Fan meiner Facebook-Seite mit Kommentar unter dem zugehörigen Post und jeder Follower meines Blogs mit entsprechendem Kommentar.

Das Gewinnspiel endet am Dienstag 31.03.2015 um 21:00 Uhr.

Ich freue mich auf Eure Teilnahme!

Top Ten Thursday #201 – 10 Bücher, die bereits verfilmt worden sind

Heute nehme ich das erste Mal am Top Ten Thursday teil. Hier geht es darum, dass alle teilnehmenden Blogger wöchentlich eine Auswahl von 10 Büchern in ihrem Blog vorstellen.Die Aktion wird wie von Steffis Bücher Bloggeria gehostet.

Hier kommen meine 10 Film-Buch-Empfehlungen:

  1. Für immer vielleicht – Cecilia Ahern
  2. Der Herr der Ringe – J.R.R. Tolkien
  3. Das Parfüm – Patrick Süskind
  4. Tribute von Panem -Suzanne Collins
  5. Harry Potter – J.K. Rowling
  6. Verblendung, Verdammnis, Vergebung – Stieg Larsson
  7. Die 12 Geschworenen – Reginald Rose
  8. Sense and  Sensibility (Verstand und Gefühl) – Jane Austen
  9. Die Welle – Morton Rhue
  10. Die Wolke – Gudrun Pausewang

Es handelt sich um die 10 ersten Bücher, die mir eingefallen sind. Bestimmt fallen euch weitere ein, die ich vergessen habe?

Buch des Tages – Fluch der Schriftrollen von Barbara Wood

Wenn ich historische Romane lese, dann gerne die von Barbara Wood. Sie kombiniert sehr geschickt historisches Wissen mit der Medizin und einer Liebesgeschichte. Bisher hat mich jedes Buch von ihr überzeugt.

Im „Fluch der Schriftrollen“ geht es um Flüche aus einer anderen Zeit und wie sie unser heutiges Leben beeinflussen können.

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Klappentext: Bei Ausgrabungen in Israel wird eine sensationelle Entdeckung gemacht: nahezu unversehrte Handschriften, die fast 2.000 Jahre in Tonkrügen verborgen waren. Benjamin Messer, ein junger amerikanischer Wissenschaftler, erhält den Auftrag, die Texte zu übertragen. Innerhalb kürzester Zeit nimmt sein Leben eine dramatische Wendung. Wirkt der Fluch Mose, mit dem die Schriftrollen einst belegt wurden, immer noch?

Hier geht es zum Buch.

Die Ostergeschichte per WhatsApp aufs Handy

Das finde ich mal eine coole Idee. Die Ostergeschichte per WhatsApp von der Kirche aufs Smartphone. Ihr sollt so die Chance haben, die Ostergeschichte ganz neu zu erleben – als wenn Ihr selbst dabei seid!

Von Palmsonntag bis Ostermontag wird die Ostergeschichte vom Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu auf eine ganz neue Art und Weise erzählt: per WhatsApp in Kurznachrichten, Bildern und Videos. Angefangen beim Einzug nach Jerusalem über das letzte Abendmahl bis hin zur Kreuzigung und Auferstehung.

SO GEHT’S

1. WhatsApp muss auf Eurem Handy installiert werden (GooglePlay oder App Store)
2. Erstellt auf Eurem Handy einen neuen Kontakt mit dem Namen “Ostergeschichte” und der Telefonnummer: 01525/8921909
3. Schickt über WhatsApp eine Nachricht mit dem Text “Start” an den neuen Kontakt “Ostergeschichte”, also an das Bistum Essen.
4. Die Stabsabteilung Kommunikation im Bistum Essen nimmt Eure Mobilnummer dann so schnell wie möglich anonymisiert in eine Versandliste auf. Ihr erhaltet von Palmsonntag bis Ostern Nachrichten zur Ostergeschichte über WhatsApp.

Hier geht es zur Website vom Bistum Essen.

Leseprobe – Das Kind, das Nachts die Sonne fand von Luca di Fulvio

Ab heute stelle ich euch jede Woche eine digitale Leseprobe vor. Wir starten mit dem aktuellen Buch „Das Kind, das Nachts die Sonne fand“ von Luca di Fulvio.

Das Kind, das Nachts die Sonne fand

In dem abgelegenen Landstrich, den man unter dem althergebrachten Namen Raühnval kannte, wurde wohl niemals mehr so viel unschuldiges Blut vergossen wie an jenem Morgen des 21. September im Jahr des Herrn 1407.

Die Sonne hatte sich erst vor Kurzem über dem schmalen, eisigen Tal erhoben, das von abweisenden,über zehntausend Fuß hoch aufragenden Gipfeln umgeben war, die es nicht nur schützten, sondern auch vor der Außenwelt abschirmten. Diese Gebirgskette im Osten des Alpenbogens bildete die Grenze der italienischen Halbinsel und trennte so das Tal deutlich vom übrigen Reich und dem Rest von Europa.
Herr über dieses Lehen war Fürst Marcus I. von Saxia, der Vater des Erbprinzen Marcus II. von Saxia. Der kleine Marcus II. von Saxia saß an diesem Morgen verschlafen, fröstelnd und nackt auf der mit warmen, weichen Gänsedaunen gefüllten Matratze seines riesigen Bettes und baumelte mit den Beinen in der Luft, obwohl er für seine neun Jahre recht groß gewachsen war. Seine Augen waren grün und blickten träge wie die einer Katze, die langen blonden Haare fielen ihm in glänzenden Locken auf die Schultern, und seine Haut war so weiß, dass man ihn für ein Mädchen hätte halten können.
Eilika, seine Kinderfrau, die sich Tag und Nacht um ihn kümmerte, ja sogar wie ein treuer Hund auf einem Strohlager am Fußende des Bettes ihres kleinen Herrn schlief, legte dem Jungen ein Leintuch um die Schultern, das sie zunächst in kochendes Wasser getaucht und dann ausgedrückt hatte. Der kleine Erbprinz stöhnte vor Behagen bei der Berührung mit dem warmen Tuch und schloss die Augen. »Versuch ja nicht, wieder einzuschlafen, Marcus«, ermahnte ihn Eilika, »oder die Krähe hackt dir dein Piephähnchen ab.«

Der Junge lachte und legte schützend eine Hand zwischen seine Beine.
Eilika tauchte noch ein Tuch in den Zuber, drückte es aus und verteilte ein wenig Lauge darauf. »Komm schon, kleiner Faulpelz, ich will dich einseifen.«
»Muss ich mich wirklich jeden Tag waschen?«, jammerte Marcus II.
»Die Befehle deiner verehrten Mutter müssen genau befolgt werden«, erwiderte Eilika. »Man soll doch sehen, dass du ein Prinz bist und über dem gemeinen Volk stehst, selbst ohne deine kostbaren Kleider. Deine Haut muss glänzen und duften, als wärst du ein kleiner Gott.«

»Waschen mag ich aber nicht . . .«, maulte das Kind.
»Das wissen wir sehr gut, Prinz Schweinchen«, sagte Eilika und hob ihn vom Bett herunter. Der Junge lachte, und als seine Füße den feuchten Steinboden berührten, fröstelte er wieder. »Mir ist kalt!«  »Kannst du nicht mal selbst aufpassen, wo du deine adligen Füße hinsetzt?«, sagte Eilika mit einem nachsichtigen Seufzen. Sie lenkte seinen Schritt auf ein dichtes Bärenfell, das als Teppich diente. Dann drehte sie ihn um und rubbelte mit dem lauwarmen Tuch seine Pobacken ab. Der Junge spitzte die Ohren. Die Geräusche von außen drangen nur gedämpft herein. »Warum ist es draußen so still . . .?« Fragend sah er seine Kinderfrau an, dann strahlten seine Augen plötzlich vor Freude auf. Die Kälte war schlagartig vergessen, als er sich Eilikas Bemühungen entwand und nackt, wie er war, zum Fenster rannte. Er zog sich an den Steinen des Mauervorsprungs hoch und sah nach, ob sein Eindruck ihn auch nicht getrogen hatte…….

Zur ausführlichen Leseprobe.

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Buch des Tages – Weit weg und ganz nah von Jojo Moyes

Im Roman „Weit weg und ganz nah“ geht es um eine alleinerziehende Frau mit zwei Kindern.

Der Teenager Nicky, der als Aussenseiter in der Schule ständig Schläge kassiert, da er sich die Augen schminkt und die kleine Tensie, die ein mathematisches Ausnahme Talent ist.

Die Mutter schafft die Familie gerade so über Wasser zu halten. Als Putzfrau und Kellnerin. Sie bekommt die Chance, ihre Tochter auf ein Internat zu schicken, um ihr Mathe-Genie zu fördern. Sie können den Eigenanteil von 10% (500 Pfund) pro Semester jedoch nicht aufbringen. Sie begeben sich auf eine Reise zu einem Mathe-Wettbewerb. Auf dieser Reise lernt die Mutter Jess ihre große Liebe Ed kennen und verliert sie wieder.

Mal schauen wie es ausgeht, ich bin gerade auf den letzten Seiten.

Kategorie: Roman

Zum Buch: Einmal angenommen, dein Leben läuft alles andere als rund. Dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Aber dir fehlt das Geld, um ihren Traum zu ermöglichen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher …

 Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern auf der Straße – und genau der Mann, dem das Geld gehört, steht vor dir und bietet an, euch mitzunehmen? Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast? Und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?

Zur Leseprobe.

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